10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
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Schönheit und Ruhe

03.08.2015

Lars Danielsson Group zum Abschluss von Palatia Jazz im Park der Villa Wieser

von Rainer Köhl

Veränderungen in musikalischen Partnerschaften bringen immer auch frischen Wind und neue Aspekte ins Klingende. Das hat für den schwedischen Jazz -Bassisten Lars Danielsson ganz besondere Gültigkeit, der am Samstag, 8. August, 20 Uhr, mit seiner neuen Band den Abschluss von Palatia Jazz im Park der Villa Wieser in Herxheim bestreitet.

Das Vorprogramm bestreitet der polnische Geiger Adam Baldych mit dem Pianisten Pawel Kaczmarczyk.

 

Alle paar Jahre geht Danielsson neue Verbindungen ein mit Musikern aus aller Welt, um seinen Ideen einerseits treuzubleiben und andererseits befruchtende neue Impulse zu bekommen. Mit großen Musikern aus der Jazz - und Improvisationsszene hat er gespielt und CDs unter eigenem Namen aufgenommen: mit dem Trompeter Nils-Petter Molvaer oder der Sängerin Cecile Norby. Für seine Band hat er auch Geistesverwandte außerhalb Skandinaviens gefunden: etwa den polnischen Pianisten Leszek Mozdzer, mit dem er drei Alben einspielte, darunter „Pasodoble“, in das er reichlich spanisches Feuer hineinbrachte. Den Sinn für ruhevoll tanzende, wohlklingende Melodien, für gutklingende Ornamente, in einem Spiel der großen Ausgeglichenheit, Schönheit und Ruhe, führt der Bassist auch mit seinem aktuellen Quartett und neuen Programm fort.Letztes Mal war der armenische Pianist Tigran sein Wunschpartner, jetzt ist es Jonas Östholm. Mit e.s.t.-Schlagzeuger Magnus Öström wollte der Bassist lange schon zusammenarbeiten, längst ist er nun fest in der Band. Auch Öström hat sich zuletzt verstärkt der Erweiterung seiner musikalischen Bandbreite gewidmet und war deshalb der ideale Mann, um „seine Kreativität in meine Musik einzubringen und sie mit einer Fülle von Ideen in neue und interessante Richtungen zu lenken“, so Danielsson.

Das kann dann auch einmal ganz deutlich in Richtung e.s.t. gehen, wobei Öström den dynamischen Sog des erfolgreichsten Trios der Jazz -Gegenwart aufleben lässt. Seit „Tarantella“ ein alter Bekannter ist der wie immer wundervoll zurückhaltend spielende britische Gitarrist John Parricelli, der mit seinem ausgewogenen Spiel für ein vollkommenes Quartett sorgt. „Liberetto II“ heißt die neue CD und hier bleibt Lars Danielsson seiner musikalischen Sprache treu, diesen wunderschönen, oft melancholisch gefärbten Melodien, die ihren Ursprung in traditioneller schwedischen Kirchenmusik ebenso haben können wie in nordischen Volksweisen.

Zuvor, ab 19 Uhr spielt der polnische Geiger Adam Baldych im Duo mit seinem Landsmann, dem Pianisten Pawel Kaczmarczyk. Ein furioses Feuerwerk ist zu erwarten. Zur Violine kam Bałdych erst mit elf und suchte sich bald große Vorbilder: „Ich war sehr von den berühmten osteuropäischen Komponisten beeinflusst, Rachmaninoff, Chopin und Tschaikowski.“ Eine ganze Reihe von Auszeichnungen und Preise gewann er bei Nachwuchswettbewerben für klassische Musik in Polen. Mit dreizehn wechselte er dann zum Jazz : „Er gab mir die Freiheit, die ich suchte.“ Auch in diesem Genre erhielt er in kürzester Zeit eine bemerkenswerte Reihe von Auszeichnungen und Preise. Andere Geiger nahm er dabei weniger zum Vorbild als eher bestimmte Sounds aus Rock und Jazz . Der Gitarrist Allan Holdsworth mit seinen virtuosen Akkorden, Läufen und Arpeggien etwa hat es ihm angetan. Keine zuckrigen Portamentotöne, keine sülzigen Melodien. Umso lieber schöpft er aus der urwüchsigen Kraft der Folklore, deren Melodik er mit klassisch virtuoser Erfahrung serviert.

Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt - Nr. 177
Montag, den 3. August 2015
Seite 29