30.06.2018 - Caro Josée Quartett
Garten des Weingutes Müller-Catoir | 67433 Neustadt a.d. Weinstraße
30.06.2018 - Pawel Kaczmarczyk  Audiofeeling Trio
Garten des Weingutes Müller-Catoir | 67433 Neustadt a.d. Weinstraße
20.07.2018 - Younee
Haus Catoir | 67098 Bad Dürkheim
21. 07. 2018 - Hyleen
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
21.07.2018 - Sly & Robbie meet Nils Petter Molvær Trio
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
26.07.2017 - Grégory Privat Trio
Haus Catoir | 67098 Bad Dürkheim
28.07.2018 - Incognito
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
28.07.2018 - NoJazz
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
04.08.2018 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
04.08.2018 - Raffaele Casarano Trio feat. Lars Danielsson
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
22.06.2018 - Lucia Cadotsch feat. TRICKO - Kit Downes und Lucy Railton
Gedächtniskirche | 67346 Speyer
1
22.06.2018 - James Blood Ulmer & David A. Barnes
Gedächtniskirche | 67346 Speyer
2
30.06.2018 - Caro Josée Quartett
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30.06.2018 - Pawel Kaczmarczyk Audiofeeling Trio
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Musikalisches Prickeln

23.07.2018

Pianistin Younee setzt beim ersten Wohnzimmerkonzert von Palatia Jazz im Haus Catoir harmonische Akzente

von Gereon Hoffmann

Youneezoom
Younee

Die südkoreanische Pianistin Younee hat am Freitag im Haus Catoir in Bad Dürkheim das erste „Wohnzimmerkonzert“ der Reihe Palatia Jazz gegeben. Nicht alle Hörer passten in den Wintergartensaal. Younees Stil ist eine Mischung aus Klassik, Jazz und Pop, die auch Hörern ohne Jazz -Erfahrung gefällt.

Das musikalisch interessanteste Stück war die Zugabe. Wie die Pianistin erklärte, spielte sie hier ganz ohne Themen und Vorgaben. „Sparkling“, zu deutsch „prickelnd“, nannte sie das Improvisationsstück, und spielte damit auf das Präsent an, das ihr zuvor überreicht wurde: eine Flasche Riesling und eine Flasche Sekt. Da sie mittags mit Begeisterung Wein aus der Region verkostet hatte, freute sie sich ganz besonders über die Geschenke. Das von den Pfälzer Tropfen inspirierte Stück verwendete farbige Akkorde und wirkte mit interessanten harmonischen Wendungen deutlich jazziger als viele der zuvor gespielten Stücke. Das Prickeln war von Younee sehr schön anschaulich musikalisch hörbar gemacht.Younee verfügt über eine klassische Klavierausbildung und war im Bereich Popmusik tätig. Für südkoreanische Künstler hat sie Songs geschrieben. Klassik und Pop sind wesentliche Zutaten ihrer aktuellen Musik. Sie lebt im fränkischen Ansbach und wurde vor kurzem deutsche Staatsbürgerin.

Das Konzert begann mit dem Eröffnungsmotiv der Promenade I aus Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Da ging gleich ein Ruck des freudigen Erkennens durchs Publikum. Das Motiv verwendete die Pianistin dann, um es neu zu harmonisieren und weiterzuführen. Da schlichen sich mal ein paar Blue Notes ein und die bekannten Töne wurden in neue musikalische Zusammenhänge gebracht. Das klang originell und machte beim Zuhören Spaß.

Mozarts Variationen über „Ah, vous direz-je, maman“, hierzulande besser bekannt als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, wurden ebenfalls zum Gegenstand einer Bearbeitung. Diese klangen groovig. Die Tatsache, dass die zierliche Pianistin auch kraftvoll in die Tasten hauen kann, fand große Resonanz beim Publikum. Rhythmisch ist die Musik von Younee meistens straight, nicht swingend. Bei vielen Stücken könnte man sich die Begleitung eines Schlagzeugs vorstellen und auch eine Pop-Rhythmusgruppe würde durchaus passen.

Ein Ausflug mit dem Fahrrad durch grüne deutsche Wälder inspirierte die Künstlerin zu einem eigenen Stück. Allerdings hat sie die Radtour wohl nicht selbst gemacht, denn sie gestand dem Publikum, sie könne nicht Fahrrad fahren. Die ostinate Figur der linken Hand vermittelte das Gefühl ständiger Bewegung, rechts legte sie Akkorde, die sehr harmonisch klangen. Tatsächlich hatte die Pianistin auch in anderen Stücken eine große Tendenz zum Wohlklang: Dur-Akkorde in Umkehrungen und viel Pentatonik ergaben eine meist heitere Stimmung. Jazztypische Akkordfärbungen verwendete sie sparsam. Younee liebt Kadenzen und die machen einen großen Teil ihrer Stücke und Improvisationen aus. Der Musik ist deshalb leicht zu folgen.

Dass die Musikerin auch virtuose Effekte einstreut, wie etwa schnelle Akkordbrechungen, machte Eindruck. Dunklere Stimmungen gab es wenig, etwas schärfere Dissonanzen schien sie ganz zu meiden. Die gefällige Musik und die sympathische Ausstrahlung der Künstlerin sind allerbeste Voraussetzungen, sich ein großes Publikum zu erobern. Den erfahreneren Jazz-Hörern mag die Musik vielleicht zu vorhersehbar erscheinen und zu sehr auf Eingängigkeit abzuzielen. Dass Younee auch deutlich jazziger klingen kann, zeigte allerdings die Zugabe. Da zeigte sich, dass die Pianistin nicht nur den nächstliegenden Akkord kennt, sondern auch mal unerwartete Wendungen nehmen kann.

Wie Kuratorin Suzette Y. Moissl erklärte, soll mit dem neuen Format des Wohnzimmerkonzerts ein intimer Rahmen für Begegnungen mit interessanten neuen Künstlern entstehen. Zudem versprach sie, dass Younee in größerem Rahmen wieder zu Palatia Jazz kommen wird.

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Bad Dürkheimer Zeitung - Nr. 168
Datum Montag, den 23. Juli 2018
Seite 19