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29.06.2019 - Bill Laurance Trio
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06.07.2019 - KLΞIИ
Villa Ludwigshöhe | 67480 Edenkoben
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13.07.2019 - Joshua Redman Quartet
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
13.07.2019 - Dock In Absolute
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13.07.2019 - Jarrod Lawson
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Die Träume des Vaters

06.07.2019

Außer Jarrod Lawson und dem Klavier-Trio Dock in Absolute kommt mit Joshua Redman nun noch eine dritte Entdeckung zu Palatia Jazz nach Germersheim. Der Musiker hat ein großes Vorbild, dessen Musik ihn schon als Kind beeindruckt hat und dessen Ideen er mitsamt seinen Bandkollegen weiterführen will.

Von Gereon Hoffmann

Vergleichsweise spät konnte Veranstalterin Suzette Moissl noch einen Coup vermelden: Joshua Redman kommt zu PalatiaJazz am Samstag, 13. Juli, nach Germersheim. Schon länger fest standen die Auftritte dort von Jarrod Lawson und Dock in Absolute.

Als Jarrod Lawson 2014 sein nach ihm selbst benanntes Debüt-Album veröffentlichte, wurde er ziemlich schnell zum neuen Stern am Soul-Himmel. Der 42-Jährige Sänger und Songwriter aus Portland/USA trat im selben Jahr auf dem Capital Jazz Fest in Washington auf, neben John Legend und Erykah Badu. Seine Musik klingt nach Soul und Jazz. Die Grooves sind cool, harmonische Klänge auf dem meist akustischen Piano verbinden Raffinesse und Eingängigkeit. Bei all dem wirkt seine Stimme und sein Gesang sehr natürlich und doch intensiv.

Seine Eltern erzählen, er sei als Kind immer leicht zu finden gewesen: immer dem Gesang oder dem Trommeln nach. Das Schlagzeug habe er schon ganz früh entdeckt. Das daraus entstandene Gefühl für Rhythmus und Timing merkt man Lawson auch heute noch an, wenn er – wie meistens der Fall – Klavier spielt. Sein Vater hatte eine große Plattensammlung. Da hatten es dem Junior Stevie Wonder und Donny Hathaway besonders angetan. Mit 13 Jahren begann er dann das Klavierspiel. Unterrichtet wurde er zuerst von seinem Vater, der selbst Musiker ist und ein Studio betrieb. Am College wurde Lawson Mitglied des Kammerchors und spielte Klavier für das Jazzensemble der Schule. Sein Ruf drang bald über Portland hinaus. Schließlich der Ritterschlag: Lawson spielte auf Stevie Wonders Geburtstagsparty. Das Konzert in Germersheim ist in diesem Jahr bis jetzt das einzige. In seiner Band ist Sammy Figueroa, der als Conga-Spieler schon mit Miles Davis, Quincy Jones oder auch George Benson gespielt hat.

Dock in Absolute ist ein Klavier-Trio. Noch eins? Ja, aber die drei Musiker aus Luxemburg und Belgien klingen eben auch wieder anders und eigen. David Kintzinger spielt zum Beispiel recht oft einen E-Bass, einen Fünfsaiter, der ganz schön dunkel und druckvoll klingen kann. Oder er spielt auch mal gezupfte Akkorde. Was ihn nicht davon abhält, auch zum Kontrabass und Bogen zu greifen. Michel Mootz hat sein Schlagzeug auf den beiden bisher erschienenen Platten auch mal kurz auf LoFi Sound gemischt, spielt aber überwiegend im natürlichen Klang. Das Klavier von Jean-Philippe Koch verbindet eine erstaunliche Bandbreite von Spielweisen zu einem spannenden Stil. Ruhige, fließende Akkorde mit romantischer Anmutung bis hin zu hart akzentuierten rhythmischen Blockakkorden – manchmal passiert das sogar innerhalb eines Stücks.

Gerade Ende Mai erschienen ist das zweite Album, „Unlikely“. Hier gibt es im Vergleich zum Debüt mehr Effekte, teils akustischer Art, aber auch elektronisch, wie etwa beim Bass-Sound. Nach eigenen Aussagen ist die Band von null auf 60 Konzerte pro Jahr durchgestartet – dafür musste sie den früheren Drummer (Michel Meis) ersetzen. Es gibt in diesem Trio viele frische Idee, die den „klassischen“ Trio Sound erweitern und bereichern. Die Einflüsse kommen auch von Klassik und Rock, was dazu führt, dass die Stücke immer wieder überraschend und unkonventionell wirken.

Es gab mal Mitte der 1970er-Jahre ein Quartett, das nannte sich Old and New Dreams. Dahinter stand Dewey Redman, Vater von Joshua Redman. Die Musik orientierte sich an Ornette Coleman. Der junge Joshua war davon beeindruckt. Jetzt will er die Träume seines Vaters aufgreifen und weiterführen. „Still Dreaming“ heißt sein Album, das er mit Ron Miles (Trompete), Scott Colley (Bass) und Dave King (Drums) aufgenommen hat. Mit dieser Besetzung und ihrer Musik kommt er auch in die Pfalz. Die von Redman junior gewählten Musiker haben alle eine Verbindung zu den Musikern des alten Quartetts des Vaters. Mit Ron Miles hat Redman einen Trompeter gefunden, der stark von Don Cherrys Spielweise beeinflusst ist. Scott Colley studierte bei Charlie Haden und Brian Blade stammt, wie Ed Blackman, aus Louisiana.

„Meine Musiker haben die gleiche Freiheit des Geistes, die im Quartett meines Vaters herrschte. Sie kennen keine Grenzen, was das musikalische Material angeht“, sagt Redman. Auf dem Album sind vier der acht Stücke von Redman, zwei von Coley, eines von Ornette Coleman („Comme il faut“) und von Charlie Haden stammt „Playing“. Die Musik klingt eigenständig. Die Betonung liegt auf Melodien, die manchmal eckig und ungewöhnlich wirken, aber mit großer Präzision zusammen gespielt werden. Im Gegensatz dazu entwickeln sich daraus freie Improvisationen. Diese Spannung macht den besonderen Reiz aus. „Eine Supergroup bei der Arbeit“, schrieb die britische Tageszeitung „The Guardian“. Die Kritiker sind sich einig, dass Redman junior die Musik seines Vaters nicht einfach nachmacht, sondern sie weiterführt und zu seiner eigenen entwickelt.

Die Band hatte nach ihrer Gründung im Frühjahr 2017 nicht viele Liveauftritte und hat das Album im April in anderthalb Tagen aufgenommen. Redman beschreibt das Album als „Celebration“, als Feier der Musik seines Vaters. Im August 2018 ist Redman mit der Band beim Newport Jazz Festival aufgetreten.

Ausgabe Die Rheinpfalz Pfälzer Tageblatt - Nr. 154
Datum Samstag, den 6. Juli 2019