10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
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24.07.2021 - Marius Neset Quartet
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Veranstalter:

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Mitglied bei:

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Auf Jubiläumstour

03.03.2016

Das Festival Palatia Jazz wird 20 Jahre alt und feiert mit vielen prominenten Gästen an sieben historischen Orten in der Pfalz

20 Jahre Jazz in der Pfalz: Das Festival Palatia Jazz hat zu seiner Jubiläumssaison viel Prominenz eingeladen, darunter die Trompeter Christian Scott und Enrico Rava, die Gitarristen Al Di Meola und Larry Coryell, die japanische Pianistin Hiromi Uehara und aus Deutschland Joachim Kühn. Die Konzerte werden vom 25. Juni bis 30. Juli wie gewohnt an historischen Orten veranstaltet. Erstmals unternimmt das Festival einen Abstecher ins französische Wissembourg. Gestern ist das Programm in Neustadt vorgestellt worden.

Die Idee zu dem beliebten Sommerfestival, das auf ziemlich einzigartige Weise zeitgenössischen Jazz mit Landschaft und Weinkultur der Pfalz verbindet, entstand 1997 in Deidesheim. Dort war man auf der Suche nach einem den hochwertigen Tourismus ankurbelnden Angebot. Yvonne Moissl und ihre Marketingagentur schlugen Konzertprogramme mit klassischer Musik vor und, als sich dies als zu kostspielig herausstellte, ersatzweise mit Jazz .Gleich die erste Deidesheimer Jazzette war ein Erfolg, deutsche Jazzgrößen wie Klaus Doldinger, Albert Mangelsdorff und Wolfgang Dauner traten auf, in wenigen Tagen waren die Konzerte ausverkauft. Schon zwei Jahre später wurde aus dem Deidesheimer Jazzwochenende ein ausgewachsenes Festival mit zehn Konzerten entlang der Weinstraße. Unter dem neuen Namen Palatia Jazz war hier nun auch die internationale Jazzprominenz dabei, in den besten Jahren gab es 16 Konzerte mit mehr als 10.000 Besuchern.
           Inzwischen ist das Festival wieder kleiner und kompakter geworden, in diesem Jahr sind noch acht Konzerte an sieben Spielorten geplant. Das hängt mit der Etatsituation dieses Festivals zusammen, das wenig öffentliche Zuschüsse erhält und von Sponsoren abhängig ist. Deshalb hat sich Festivalleiterin Yvonne Moissl auf die größeren Standorte konzentriert, in Deidesheim, Wachenheim, Schifferstadt, Haßloch und Annweiler macht das Festival keine Station mehr.

Geblieben ist der Auftakt in der Gedächtniskirche in Speyer, einziges Konzert, das nicht unter freiem Himmel stattfindet. Hier kann man das L’Orchestre des Contrebasses aus Frankreich erleben, ein von Christian Gentet geleitetes Ensemble von sechs virtuosen Kontrabassisten. Pianist Joachim Kühn spielt neuerdings auch im Quintett des französischen Saxophonisten Emile Parisien, auf der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben kann man überprüfen, wie diese Verbindung funktioniert. Ein neues Quartett hat auch der italienische Altmeister Enrico Rava zusammengestellt, der 76-jährige Trompeter kommt in den Park der Villa Böhm in Neustadt.

Auf der Limburg als größtem Spielort wird es zwei Doppelkonzerte geben. Am ersten Abend spielen der hochgelobte amerikanische Trompeter Christian Scott und die eigenwillige japanische Pianistin Hiromi Uehara mit ihren Ensembles. Am zweiten Abend erwartet die Besucher Partystimmung mit dem Lounge- Jazz -Kollektiv DePhazz und dem Jazz -Funk-Quartett Mo’Blow, das letztmals auf Tour ist. Zum Festivalabschluss in Herxheim gibt es dann noch einen Kracher. Der 72-jährige Gitarrist Larry Coryell hat noch einmal seine Fusionband Eleventh House aus den 1970ern zusammengeholt mit den Originalmitgliedern Randy Brecker und Alphonse Mouzon. Ein weiteres Konzert soll es im August in Wissembourg geben, Termin und Künstler werden noch bekannt gegeben. Auf jeden Fall soll damit eine längerfristige Zusammenarbeit mit der französischen Stadt beginnen.

 - 25. Juni, Speyer: L’Orchestre des Contrebasses  - 2. Juli, Germersheim: Al Di Meola  - 9. Juli, Ludwigshöhe: Emile Parisien mit Joachim Kühn  - 16. Juli, Neustadt: Enrico Rava  - 22. Juli, Limburg: Christian Scott und Hiromi Uehara  - 23. Juli, Limburg: Mo’Blow und DePhazz  - 30. Juli, Herxheim: Larry Coryell  - Im Netz: www.palatiajazz.de

Von Dietrich Wappler

Die Rheinpfalz - Nr. 53
Donnerstag, den 3. März 2016
Seite 8