14.07.2018
22. Internationales Jazzfestival der Pfalz mit Doppelkonzerten an historischen Spielorten
von Gereon Hoffmann
Einen Sommer mit internationalen Jazzgrößen und Newcomern bietet die 22. Ausgabe des Palatia Jazz Festivals, das im Juni startete. Nach einer vierzehntägigen Fußball-WM-Pause wird die Open-Air-Reihe an historischen Spielorten am 21. Juli mit Doppelkonzerten fortgesetzt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, Einlass 18 Uhr.
Zum Konzert am Samstag, 21. Juli, in der Festungsanlage Germersheim werden Grammy-Preisträger erwartet: seit zwei Jahren spielen die Reggae-Stars Sly Dunbar und Robbie Shakespeare mit dem Trompeter Nils Petter Molvaer, dem Gitarristen Eivind Aarset und Vladislav-Delay (Elektronik) auf den weltweit größten Festivals zusammen. Das gleichermaßen erfolgreiche wie innovative Projekt zeigt atmosphärisch dichte Verschmelzung verschiedener Stile. Zu Beginn dieses Konzertabends spielt die junge Gitarristin Hyleen aus Nizza mit ihrer Band ein funky-poppiges Programm.Auf der Limburg steigt am 28. Juli eine sechsstündige Jazzparty. Zuerst heizt die französische Band „NoJazz“ ein. Das Quintett besteht aus Pascal Reva (Bass, Schlagzeug), Philippe Sellam (Saxophon), Philippe Balatier (Keyboard) Sylvain Gontard, Trompete und dem Sänger Jeffrey, Im zweiten Konzert des Abends kommt die wohl am längsten amtierende Acid Jazz Band aufs Podium. Unter der Leitung von Jean-Paul „Bluey“ Maunick spielt „Incognito“ seit 29 Jahren auf den weltweiten Bühnen. Markenzeichen sind die SängerInnen Vanessa Haynes, Tony Momrelle und Melonie Crosdale – aber auch alle anderen Musiker gehören zur Crème de la Crème aus Großbritanniens Musikszene. Am 4. August schließt der Festival-Reigen im Park der Villa Wieser in Herxheim-Landau. Zu den aufregenden Entdeckungen der jungen, nachwachsenden Künstler gehört das Trio des Göteborger Schlagzeugers und Komponisten Emil Brandqvist. Das Sahnehäubchen zum Abschluss: Um den italienischen Saxophonisten Raffaele Casarano hat sich ein neues Quartett formiert. Die energetischen und starken Sounds von Schlagzeuger Gianluca Brugnano (Italien), die Verflechtung mit der skandinavischen Musiktradition von Lars Danielsson (Schweden), dem French Touch des Pianisten Eric Legnini und dem mediterranen Jazz von Raffaele Casarano führen zu einem neuen Klangerlebnis. anzi
Quelle
Ausgabe
Die Rheinpfalz - Nr. 161
Datum
Samstag, den 14. Juli 2018
Seite
24