22.07.2022 - Ganna Gryniva Band
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22.07.2022 - Gerald Clayton Trio
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23.07.2022 - Leléka
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23.07.2022 - DePhazz / 25. Jubiläum
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29.07.2022 - Maciej Obara Quartet
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29.07.2022 - Pawel Kaczmarczyk Trio
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30.07.2022 - Triosence
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30.07.2022 - Adam Baldych Quartet
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Wenn Engel singen ..

13.08.2021

Doppelkonzert mit Cécile Verny und Martin Dahanukar

Von Gereon Hoffmann

Deidesheim. Einen Engel singen hören, wie das ist, hat der englische Dichter William Blake in einem Gedicht beschrieben. Wie Cécile Verny und ihr Quartett das vertont haben, ist am Samstag, 21. August bei Palatia Jazz zu hören. Eröffnet wird der Abend von Trompeter Martin Danahukar und Band.

Die Sängerin bewegt sich mit spielerischer Leichtigkeit durch die abwechslungsreichen Stilrichtungen, sie verbindet Jazz und Scat mit Einflüssen aus Soul, es gibt Momente, in denen sie sogar mit Oberton-Gesang experimentiert.

Aber es ist nicht nur das Kräftige und Rhythmische, das sie an diesem Abend von sich zeigt – gerade auch die Balladen sind sehr intensiv und expressiv. Das Quartett ist offenbar mehr als „Sängerin plus Begleiter“, denn alle Musiker schreiben Stücke. Die Texte stammen aus verschiedenen Epochen und Zusammenhängen, aus dem englischen Barock ebenso wie von Dichtern und Journalisten der Gegenwart, oder auch aus der eigenen Feder. Bis 2013 seien die Musiker mit weitgehend ausgearbeiteten Ideen zu den Proben gekommen, ab dann habe die ganze Band begonnen, bei den Soundchecks zu improvisieren, das aufzuzeichnen und dann auszuarbeiten, sagte die Sängerin bei einem Konzert in Ludwigshafen. Die Texte von William Blake, einem Dichter des englischen Barock, hat Andreas Erchinger für das Quartett entdeckt.

Cécile Verny wurde 1969 in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste geboren. Mit zwölf Jahren kam sie mit ihrer Familie nach Frankreich. Dass sie ihre afrikanische Kindheit hinter sich lassen musste, erlebt sie als Verlust, von dem sie auch in ihren Konzerten singt. Als Sängerin ist sie offenbar ein Naturtalent. Gesangsstunden habe sie nie gehabt, sagt sie. 1989 kam sie nach Freiburg, wo sie bis heute lebt. Seither gibt es auch ihr Quartett, mit dem sie international erfolgreich wurde und schon viele Jazz-Preise gewann. Bis heute hat das Quartett 15 Platten veröffentlicht. Verny singt auch mit Big Bands in ganz Europa, darunter die WDR Big Band. Aber nicht nur Jazz, auch deutsche Folklore singt sie und machte mit dem Gitarristen Johannes Maikranz das Album „Mein Liedgut“.

„Tout Feu – Toute Flamme“, ganz Feuer und Flamme, so heißt das im vergangenen Jahr veröffentlichte Album des Trompeters Martin Dahanukar.

Der in Bern lebende Musiker ist 1972 als Sohn einer indischen Mutter und eines Deutschen in München geboren, aufgewachsen ist er in der Schweiz und in Bombay, dem heutigen Mumbai. Atmosphärisch klingen alle seine Stücke, die Improvisationen spielen meist in bestimmten Klangräumen. Das kann zum Beispiel so ablaufen, dass das Klavier von Michael Haudenschild großzügige Harmonien ausbreitet. Dann bewegt sich die Trompete durch die stimmungsvollen Klänge – und das klingt elegant, manchmal kühl durch die Reduktion. Es lässt sich nicht vermeiden, dass Hörer dabei an Miles Davis erinnert werden – zumindest an den Miles der coolen und modalen Phase. Dahanukar spielt auch oft mit Dämpfer, aber es gibt auch Unterschiede. Der Ton ist ein anderer – was schon ein anderes Ergebnis hören lässt. Die Wirkung von Dahanukars Musik entsteht aus dem Zusammenspiel. Der Trompeter verwendet viele interessante Skalen, die sich in den Harmonien des Pianos ankündigen, oder später wieder aufgegriffen werden. Dabei klingen die Stücke oft ruhig, etwas melancholisch, sehr atmosphärisch – was nicht ausschließt, dass es auch mal lebhaft wird. Danahukar sagt selbst, dass ihn Natur und Landschaften inspirieren, aber auch Filme und Filmmusik. Mit seinen Musikern spielt der Trompeter schon seit längerer Zeit zusammen – und das hört man.

AusgabeDie Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 186
Datum Freitag, den 13. August 2021
Seite15