22.07.2022 - Ganna Gryniva Band
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
22.07.2022 - Gerald Clayton Trio
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
23.07.2022 - Leléka
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
23.07.2022 - DePhazz / 25. Jubiläum
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
29.07.2022 - Maciej Obara Quartet
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
29.07.2022 - Pawel Kaczmarczyk Trio
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
30.07.2022 - Triosence
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
30.07.2022 - Adam Baldych Quartet
Weingut Ökonomierat Lind | Hauptstraße 56 | 76865 Rohrbach
 
 
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Veranstalter:

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Mitglied bei:

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JazzAlliance
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Metropolregion Rhein-Neckar

Söhne Mannheims Jazz Department und Listentojules:

15.08.2021

Mannheimer Popjazz begeistert in der Pfalz

Von Jörg-Peter Klotz

Rohrbach. Das 1800-Einwohner-Örtchen Rohrbach hat nicht jeder pfalzerfahrene Kurpfälzer auf der persönlichen Ausflugskarte. Von daher ist zu hoffen, dass am extrem sonnigen Samstagabend  kein Fan durch den gleichnamigen Heidelberger Stadtteil irrt, um das erste offizielle Konzert des Söhne Mannheims Jazz Department in der erweiterten Region zu erleben. Dass es im Rahmen der renommierten Musikkulinarik-Reihe Palatia Jazz stattfindet, müsste aber Hinweis genug gewesen sein. Schließlich ist es das Markenzeichen von Yvonne Moissls verdienstvollem Festival, dass es schöne Orte in der Pfalz für Konzerte erschließt. Diesmal führt sie Jazz-Fans und Anhänger der Söhne Mannheims in die Nähe von Landau, wo in der Verbandsgemeinde Herxheim der kleine Weinort Rohrbach liegt. 
Auf stolze acht Winzer kann die kleine Gemeinde verweisen. Beim klingendsten Namen, dem Weingut Ökonomierat Lind mitten im Ort, hat Palatia Jazz ein Mannheim Special zwischen Jazz und Pop angesetzt. Die Location liegt zwar mitten im Ort, doch hinter der etwas schmucklosen Fassade steckt nahezu Natur pur. Ein Innenhof mit großer Rasenfläche, auf dem eine große kalifornische Eiche und ein Schwarznussbaum Schatten spenden. Reichlich Platz für rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauer, fast das Maximum bei den aktuellen Regelungen. Darunter viele aus Mannheim und der Metropolregion, wenn man nach den Kennzeichen auf dem Parkplatz geht. 

Der kleine Park ist ein nahezu idealer Spielort für Julia Nagele, die Moissl schon 2011 bei den Jugendjazztagen von Palatia Jazz kennengelernt hat, wie die Festivalmacherin  bei der Begrüßung erzählt. Die Wahl-Mannheimerin aus München, die in der Quadratestadt sowohl Jazz als auch an der Popakademie studiert hat, setzt bei den Inhalten und dem Vertrieb ihrer Musik hohe ökologische Standards. Und bestreitet unter ihrem Künstler- beziehungsweise Projektnamen Listentojules das Vorprogramm  bei sehr sommerlichen 30 Grad. Gemeinsam  mit Schlagzeuger  Julian Losigkeit aus dem nahegelegenen Oberotterbach schafft sie es, die vielfältige Klangmagie ihrer aktuellen EP „Listen 2 Sessions“ auch ohne die weiteren Duettgäste der einzelnen Songs auf die Bühne zu transportieren. Vom ersten stimmstarken Song mit Losigkeit als zweiter Stimme, der aus der kleinen Form mit E-Gitarre und Drums plötzlich mächtig Dynamik entwickelt. Beim Elf-Achtel-Takt der Mitklatschnummer “It’s Raining” verklatscht sich ausgerechnet der studierte Rhythmus-Profi, nimmt’s aber mit Humor und gleicht das mit einem eindrucksvoll vertrackten Solo aus, das viel Szenenapplaus erntet. Die atmosphärisch starken, rhythmisch temperamentvollen Songs passen wie “Movin’ On” oder “White Wall” perfekt in einen solchen Sommerabend. Und das dem bedrohten indonesischen Regenwald gewidmete, ausdrucksstarke “Caleidoscope“ fügt sich wunderbar in den Rahmen. Listentojules interpretiert es solo, so dass man ihren eigentlichen Partner bei der kraftvollen Ballade nicht vermisst. Normalerweise, also im YouTube-Video und bei der Studioversion, setzt Söhne-Gitarrist und Popakademie-Dozent  Kosho seine unverkennbare Note. Schon vor dem letzten Lied, dem fast südamerikanisch betanzbaren, etwas jazzigere “Counting Sheep” ernteten Nagele und und der noch einmal stark solierende Losigkeit zu Recht viel Beifall. Eine gute Stunde in jeder Hinsicht, zu der noch energisch eine Zugabe, in der das Life easy ist. 

Söhne-Jazz-Department startet mit “Das hat die Welt noch nicht gesehen”

Nach kurzer Pause folgt die Jazz-Abteilung der Söhne Mannheims, die Bandleader Edward Maclean auf dem Debütalbum „Söhne Mannheims Jazz Department“ (2020) sehr souverän zwischen Jazz und Pop aufgestellt hat. Normalerweise wuchert die von Xavier Naidoo konzipierte Band mit jeder Menge Männerstimmen. In diesem Quintett gibt es nur Michael Klimas und – fast revolutionär – die erste Frau im Söhne Kosmos. Die durch zahllose Projekte, allen voran Les Brünettes, bekannte Jazzsängerin Stephanie Neigel macht sich dabei unter dem Pseudonym Phalleé mit eigener Perspektive die Söhne Hits von „Geh davon aus“ bis „Das hat die Welt noch nicht gesehen“, mit dem das Set beginnt, zu eigen – und mischt natürlich auch bei den neuen, eigenen Songs des Sextetts mit. Wie der neuen Single „Lass los“. Neben Bassist MacLean und Kosho wird es vom furiosen Ur-Söhne-Drummer Ralf Gustke und dem versierten Keyboarder Sascha Stiehler. Auf der Platte hatte noch Ulf Kleiner gespielt.Das alles läuft ideal temperiert, heiß genug für den langsam abkühlenden herrlichen Sommerabend.

AusgabeMannheimer Morgen
Datum 15. August 2021